Sommerkonzert - Evangelische Kirchengemeinde Schorndorf

13 ??? 2015 ... Der Verlag Gruner und Jahr: er bringt zusammen mit dem ...... Le plus fou d'entre eux étant très certainement celui d'Arsène Olivier qui propose en 1872, ..... optionnels sont offerts aux élèves qui se préparent aux examens.


un extrait du document



19. Schorndorfer Orgel-September

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Zum 50. Geburtstag unserer West-Orgel:
Orgelmusik – komponiert zwischen 1961 und 2011
















Zeichnung: Helmut Bornefeld


Sonntag, 11.09.2011 Henning Wiegräbe, Posaune Hannelore Hinderer, Orgel

Sonntag, 18.09.2011 Ulrich Klemm, Orgel

Sonntag, 25.09.2011 Klaus Rothaupt, Orgel
Dietlind Engelhardt, Sprecherin


jeweils um 19:30 Uhr
in der Stadtkirche Schorndorf

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Wenn Sie mehrere Konzerte besuchen,
bringen Sie doch bitte dieses Programmheft wieder mit!
Sonntag 11. September 2011

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ORGEL + POSAUNE
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Bernhard Krol
(*1920)Sinfonia sacra op. 56 “Jesu meine Freude” für Posaune und Truhenorgel
Enrique Crespo (*1941)Improvisation für Posaune solo
Siegmund Schmidt (*1939)Partita für Orgel „Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand“
Helmut Bornefeld
(1906 – 1990)Lituus mit dem Bach-Choral „Komm, o Christe“ für Posaune und Orgel
Jan Janca
(*1933)Orgelverse über „Hilf, Herr meines Lebens“

Con moto
Poco meno mosso
Tempo primo
Allegretto
Andante sostenuto
Allegro
Zsolt Gárdonyi
(*1946)Rhapsodie für Posaune und Orgel Oskar Gottlieb Blarr
(*1934)Holy Tango II über „Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich“
für Orgel
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Henning Wiegräbe (Stuttgart), Posaune
Hannelore Hinderer (Schorndorf), Orgel
Zum Programm:

Bernhard Krol wurde 1920 in Berlin geboren. Dort besuchte er das humanistische Gymnasium und begann danach ein Hornstudium bei J. Koller und G. Freiberg. Anschließend studierte er in Wien Komposition bei J. Rufer. Von 1945 bis 1962 spielte er als Hornist bei den Berliner Philharmonikern und von 1962 bis 1979 beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart.
Bereits mit elf Jahren begann er zu komponieren. Ein großer Teil seiner rund 180 Kompositionen – Orgelwerke, Chorwerke, Messen, Orchester- und Kammermusik – sind der Kirchenmusik gewidmet. 2007 wurde Bernhard Krol von Papst Benedikt XVI. ausgezeichnet.

In seiner „Sinfonia sacra“ von 1973 zeigt er sich als gemäßigt-moderner Komponist, der es versteht, barocke Techniken mit klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten des 20. Jahrhunderts zu verbinden. Bachs Choralweise „Jesu meine Freude“ wird abwechselnd von Posaune und Orgel zitiert, jeweils von freitonalen oft stark rhythmisierten Zwischenspielen unterbrochen.


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Enrique Crespo studierte Architektur und Musik in Buenos Aires und wurde Soloposaunist im dortigen Sinfonieorchester, zudem arbeitete er als Arrangeur, Jazzsolist und Bandleader. Ein Stipendium führte Crespo 1967 an die Universität der Künste nach Berlin. Hier studierte er Posaune und Komposition. Mit Abschluss seines Studiums im Jahr 1969 wurde er Soloposaunist der Bamberger Symphoniker. Diese Stelle hatte er bis 1980 inne, bevor er als Soloposaunist zum RSO Stuttgart wechselte.
Während dieser Zeit komponierte er vermehrt und führte seine eigenen Kompositionen selbst auf. Er gründete ein eigenes Ton- und Filmstudio, aus dem zahlreiche Schallplatten-, Film- und Fernsehproduktionen hervorgingen. Für eine seiner Produktionen gründete er 1974 zusammen mit vier ehemaligen Studienkollegen das deutsche Blechbläserquintett. Für die Produktion der CD BACH 300 anlässlich des 300. Geburtstag von Johann Sebastian Bach im Jahr 1985 verdoppelte Crespo die Besetzung auf 10 Blechbläser, um Bachs Musik adäquat für Blechbläser arrangieren zu können. Das Ensemble nennt sich seitdem German Brass.
Crespo bemüht sich um eine Verbindung von E- und U-Musik. Er vermischt in seinen Kompositionen die Stilrichtungen Klassik, Jazz und Folklore. Einige seiner Kompositionen und Arrangements haben eine weite Verbreitung im Repertoire von Blechbläserensembles gefunden.
Siegmund Schmidt wurde 1939 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur war er Orgelschüler von Helmuth Rilling. Er studierte Schul- und Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart sowie Musikwissenschaft und Germanistik an den Universitäten Tübeingen und Heidelberg. Nach der A-Prüfung war Siegmund Schmidt Kantor und Organist in Stuttgart-Botnang, später dann Assistent bei Prof. Dr. Siegfried Hermelink an der Universität Heidelberg.
Von 1971 bis 1975 unterrichtete er am Evangelisch-theologischen Seminar Schöntal und danach von 1975 bis 2002 am Hohenlohe-Gymnasium in Öhringen. Im letzten Jahr seiner Schöntaler Tätigkeit übernahm er das Amt des Bezirkskantors und Stiftsorganisten an der Stiftskirche in Öhringen, das er bis 1993 innehatte. Viele seiner Kompositionen wurden inzwischen verlegt.

Über seine 1978 entstandene Partita schreibt er:
Sie entwickelt keine Variationenreihe im herkömmlichen Sinn, obwohl das Reihungsprinzip mit seinen einzelnen Variationen deutlich nachvollziehbar ist. Die Andersartigkeit zeigt sich gleich am Anfang der Partita: Hier wird die Choralmelodie nicht - wie z. B. im Barock üblich - einfach und schlicht im homophonen Satz vorgestellt. Vielmehr wird das Anfangsmotiv der Choralmelodie gleich – quasi als Motto der ganzen Komposition - mehrmals klangprächtig wiederholt, wobei im Verlauf der Steigerung nur noch die beiden Anfangstöne der Choralmelodie übrig bleiben.
Nach dieser toccatenartigen Eröffnung folgen zunächst einzelne Variationen mit zum Teil stark divergierenden Klangfarben und Satztechniken, bei welchen die Choralmelodie als Ganze das melodische Gerüst des Satzes bildet. Danach wird zunächst das Kopfmotiv der zweiten Choralzeile abgespaltet und kontrapunktisch verarbeitet. In einer weiteren Variation erscheint die vollständige Choralmelodie in den beiden Mittelstimmen im Quintkanon, wobei die Ober- und die Bassstimme diesen Vorgang zum Teil mit Motiven des Chorals kontra-punktieren.
Eine motivische Steigerung führt danach zum ersten Höhepunkt, dem toccatenartigen Teil des Anfangs. Er bildet die Mitte der Komposition. Nach einer Überleitung, bei welcher die erste Zeile des Chorals „Christ lag in Todesbanden“ anklingt, folgt der kontrapunktische Höhepunkt der Partita: Drei Osterchoräle erklingen gleichzeitig: In der Oberstimme: „Jesus Christus, unser Heiland“ (die Hauptmelodie der Variationenreihe), in der Mittelstimme: „Christ lag in Todesbanden“ (hier motivisch verarbeitet) und in der Bassstimme „Christ ist erstanden“. Eine weitere Überleitung führt zur Reminiszenz des Toccatenteils, auf welche die letzte Variation, der klangliche Höhepunkt der Partita, folgt. Wobei hier die Choralmelodie in parallelen Quinten im Bass liegt, was dieser, die Partita beschließenden Variation, einen monumentalen Charakter verleiht.



Helmut Bornefeld wirkte hauptsächlich in Heidenheim als Organist und Orgelsachverständiger. Durch genaue Kenntnisse der beiden Instrumente verlangt er von ihnen absolut neue Spieltechniken, die in der Posaune durch Glissandi, gesungene und gleichzeitig geblasene Passagen ungewohnte Klänge hervorrufen, verbunden mit einer Klangfarbenbereicherung durch verschiedene Dämpfer.

Der Ausdruck “Lituus“, ursprünglich den liturgisch gebrauchten Krummstab des römischen Priesters bezeichnend, war zugleich Benennung für das (nach oben gekrümmte) Signalhorn der römischen Reiterei; aber auch der Gedanke unbotmäßigen Aufbegehrens schwingt im Sinne des Wortes mit. Als H. Bornefeld mit der Arbeit an diesem Werk für Posaune (die Nachfahrin des römischen Lituus) und Orgel gerade begann, kam die Nachricht vom plötzlichen Tod seines Kirchenmusik-Kollegen Prof. Hans-Arnold Metzger (1977). H. A. Metzger hat nicht nur der Arbeit Bornefelds im besonderen unschätzbare Dienste geleistet. So war es diesem „ein Herzensbedürfnis, dieser durch Jahrzehnte bewährten Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem „Lituus“ ein Denkmal setzen zu können. Bornefeld fügte dem werdenden Stück das Bach’sche Chorallied „O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen“ ein, dessen einzlene Zeilen zunächst im Orgelbass als „Conductus“ durchgeführt werden, bevor die Soloposaune die Choralmelodie im originalen Bachschen Klanggewand mild aufschimmern lässt. Die anschließende Steigerung, von einem betont rhythmischenMotiv ausgehend, fürht zum dynamischen Höhepunkt des Werkes, der gleichsam alle Kräfte fordert; dann sinkt die Musik ermattend zurück und verklingt still.

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Jan Janca wurde im Freistaat Danzig geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt er von seinen Eltern. 1948-40 besuchte er die Staatliche Musikschule in Danzig. 1950-55 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Krakau, Orgel: B. Rutkowski (ausgebildet u. a. von Louis Vierne, Paris), Tonsatz: S. Wiechowicz (ausgebildet u. a. von Nadia Boulanger, Paris). Erste Orgelkompositionen entstanden. 1958-62 schloss er ein Kompositionsstudium bei Johann Nepomuk David an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart an. Daneben nahm er Privatunterricht bei Marcel Dupré. 1958-65 war er Organist an der Eberhardskirche in Stuttgart und freier Mitarbeiter beim Süddetuschen Rundfunk. Er komponierte Chorsätze für den Süddeutschen Runkfunk und Orgelintonationen für die Diözese Rottenburg/Stuttgart. Eine Lehrtätigkeit an der Kirchenmusikschule Rottenburg schloss sich an. Orgelkonzerte, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen im In- und Ausland ergänzen seine lokalen Tätigkeiten.



Die Orgelverse über das neue geistliche Lied „Hilf, Herr meines Lebens“ entstanden 1979 in Tübingen. Der Text des von Gustav Lohmann und Markus Jenny verfassten Liedes (Melodie: Hans Puls) lautet:

Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin.
Hilf, Herr meiner Tage, dass ich nicht zur Plage meinem Nächsten bin.
Hilf, Herr meiner Stunden, dass ich nicht gebunden an mich selber bin.
Hilf, Herr meiner Seele, dass ich dort nicht fehle wo ich nötig bin.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin.

Jan Jancas Orgelwerke zeichnen sich durch ungesuchte Originalität und Frische aus. Wenn man weiß, dass er u. a. bei J. N. David und M. Dupré studierte, erkennt man bald die Prägung – nicht Abhängigkeit! – die er diesen beiden Lehrern verdankt. Kontrapunktik wird nie doktrinär, Harmonisches ist, bei aller Farbigkeit, nie bloß koloristisch: Eine glückliche Balance dieser beiden für die Orgelmusik so wichtigen Komponenten. (Prof. Dr. Martin Weyer, Marburg/Lahn)

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Zsolt Gárdonyi, der in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag feiert, gehört zu den international bedeutendsten Komponisten zeitgenössischer deutscher Kirchenmusik. Sein Vater Zoltán Gárdonyi, einstiger Kompositionsschüler von Zoltán Kodály und Paul Hindemith, wirkte als Professor an der Hochschule für Musik „Ferenc Liszt“ in Budapest und leitete dort auch die Abteilung für Protestantische Kirchenmusik bis zu deren Auflösung 1948 durch die damaligen Machthaber. Zsolt Gárdonyi war mit 19 Jahren Preisträger des Hochschulwettbewerbes in seiner Geburtsstadt sowohl im Fach Komposition als auch im Fach Orgel. Nach weiteren Studien an der Musikhochschule in Detmold wurde er 24jährig hauptamtlicher A-Kirchenmusiker in Wildeshausen (Oldenburg) und mit 34 Jahren Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seine rege internationale Konzerttätigkeit als Organist sowie seine Gastvorlesungen und Meisterkurse an zahlreichen in- und ausländischen Hochschulen führten ihn über die verschiedensten europäischen Länder bis in die USA und nach Kanada. Zsolt Gárdonyi erhielt 1979 den Kompositionspreis des Freistaates Bayern, im Jahre 2000 wurde ihm für sein kirchenmusikalisches Schaffen, das einmal mehr auf die traditionsreiche Personalunion „Komponist und Organist“ verweist, die Ehrendoktorwürde der Reformierten Theologischen Universität in Debrecen (Ungarn) verliehen.

Seine Rhapsodie entstand 1980 als Auftragswerk für die Internationale Orgelwoche Wiesbaden. Die von ihm gern verwendeten Akkordstrukturen treten in diesem Werk besonders anschaulich hervor. Der Komponist verstand dieses opus als klingende Anleitung zur Improvisation und Komposition.
Oskar Gottlieb Blarr wurde 1934 in Ostpreußen geboren. 1945 floh er nach Niedersachsen, wo er seinen ersten Orgelunterricht bei Wilhelm Adrian in Stade/Elbe erhielt. Es folgten ein Studium von Kirchenmusik und Schlagzeug in Hannover – Orgellehrer waren Werner Immelmann und Volker Gwinner, die erste Organistenstelle in Hannover-Waldhausen sowie drei Jahre Privatunterricht bei Gustav Sasse an der Marktkirche Hannover.
1961 zog Blarr nach Düsseldorf als Assistent von Prof. Gerhard Schwarz und Kirchenmusiker der Neanderkirche. Er studierte Komposition bei B. A. Zimmermann in Köln, K. Penderecki in Essen sowie Milko Kelemen und Günther Becker an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, belegte zwei Ferienkurse für neue Musik in Darmstadt und arbeitete mehrfach mit Olivier Messiaen zusammen.
Es folgten 1975 ein Studienaufenthalt in Bali, 1981-82 ein Sabbatical in Jerusalem, 1994 ein Rom-Stipendium und 2005 ein Jerusalem-Stipendium. Blarr erhielt den Deutschen Schallplattenpreis für „Bartok auf der Orgel“ und „Orgellandschaft Ostpreußen“.

Holy Tango II über die Melodie des Paul-Gerhardt-Lieds „Ist Gott für mich“, komponiert für Frau Ewa Maria Magdalena Guski, wurde uraufgeführt am 16. März 2007 beim Paul-Gerhardt-Fest durch Wolfgang Abendroth in der Johanneskirche Düsseldorf. Das Stück beginnt, quasi de profundis, mit einem neunstimmigen Kanon als Crescendo. Der Tango folgt dem Schema A-B-A, Tango – Trio – Tango. Zur Herkunft der Melodie: Sie begegnet kurz vor Paul Gerhardt als Rolandslied in dem Virginal-Stück “Rowland” von William Byrd.














Oskar Gottlieb Blarr


Die Ausführenden:



Prof. Henning Wiegräbe, geboren 1968 in Neustadt an der Weinstrasse, unter
richtet an der Musikhochschule Stuttgart.
Er studierte Posaune bei E. Wetz (Hamburg), W. Schrietter (Karlsruhe) und Ch. Toet (Trossingen/Basel). Wichtige Impulse erhielt er u. a. von B. Slokar (Schweiz), Chr. Lindberg (Schweden) und Bruce Dickey (USA/Italien). Bei der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz war er zunächst als Wechselposaunist, dann als Soloposaunist engagiert. Er leitete die Posaunenklassen an den Musikhochschulen Saarbrücken und Basel.
Nach dem Studium für Alte Musik führen ihn regelmäßige Engagements und CD-Produktionen bei renommierten Originalklang-Ensembles wie Concerto Palatino, les Cornets noirs, Cantus Cölln (Junghänel), Concerto Köln, Musica Fiata Köln, Orchestre des Champs-Elysées und Collegium vocale Gent (Herreweghe) und Amsterdam Barock Orchester (Koopman) in die deutschen und europäischen Musikzentren.
Als Solist arbeitet er mit Dirigenten und Orchestern aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Japan und der Schweiz.
Kammermusikpartner sind u.a. das Mandelring Quartett, das Verdi Quartett, das Peter Lehel Quartett, Daniel Schnyder, Wolfgang Bauer, Radovan Vlatkovic.
Er gibt Meisterkurse in Europa und Asien.
Regelmäßig wirkt er mit bei Rundfunk- und CD-Produktionen verschiedener europäischer Sendeanstalten und CD-Labels, u.a. mit City Brass Stuttgart, Trombonissimo, Concerto Palatino, Cantus Cölln, Musica Fiorita, Musica Fiata Köln, Amsterdam Barock Orchester und als Solist.



KMD Hannelore Hinderer erhielt ihren ersten Orgel-Unterricht bei KMD Gerhard Bornefeld in Schorndorf.
An der Stuttgarter Musikhochschule studierte sie zunächst Schulmusik, später dann Kirchenmusik bis zum A-Examen.
Während des Studiums und danach besuchte sie regelmäßig Meisterkurse u. a. bei Professor Michael Radulescu und Professor Gerd Wachowski. Von 1983 bis1991 war sie hauptamtliche Organistin an der Stadtkirche in Stuttgart-Vaihingen. Seit 1991 ist Hannelore Hinderer als Stadt- und Bezirkskantorin in Schorndorf tätig. Darüber hinaus tritt sie bei zahlreichen Konzerten als Solistin an der Orgel und als Kammermusikpartnerin auf.
Sonntag 18. September 2011

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ORGEL SOLO

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Naji Hakim (*1955)
Le Tombeau d’Olivier Messiaen Trois Méditations symphoniques 1. Par ma vie, par ma mort 2. Je rends grâce à mon Dieu 3. Christ avec le Saint-Esprit, dans la gloire du Père
Ulrich Klemm (*1967)Improvisationen über das russische Volkslied “Point n’était de vent“
Naji HakimVariations on two Themes „Old hundredth“ & „Donne secours“

Ulrich KlemmImprovisation über den Choral “Old hundredth”
Naji Hakim“Amazing Grace” Variations on an English Hynm
Ulrich KlemmPassacaglia über drei Themen von Xavier Darasse


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Ulrich Klemm (Schorndorf), Orgel
Naji Hakim wurde 1955 in Beirut geboren. 1975 ging er nach Paris, um Ingenieur zu werden. Neben dem Studium an der Ecole Nationale Supérieure des Télé-communications erhielt er Orgelunterricht bei Jean Langlais. Nachdem er 1979 sein Diplom als Ingenieur abgelegt hatte, vertiefte er sein Musikstudium am Pariser Konservatorium. Von 1985 bis 1993 war er Organist an der Basilika Sacre Coeur in Paris, danach als Nachfolger von Olivier Messiaen Organist von La Trinité (Paris). Er arbeitet heute als Theorieprofessor am Conservatoire National de Région de Boulogne-Billancourt und daneben als Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London. Er erhielt zahlreiche Preise bei internationalen Orgelwettbewerben. 2007 wurde ihm von Papst Benedikt XVI. der Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ verliehen. Hakim komponierte Orchesterwerke und Instrumentalkonzerte, Orgelstücke, Kammermusik, Messen und andere kirchen-musikalische Werke.

Seine 1993 entstandenen symphonischen Meditationen Le Tombeau d´Olivier Messiaen (Das Grabmal von O. M.) beziehen sich jeweils auf ein Zitat des Apostels Paulus und erinnern an den Glauben und das Werk Messiaens. Der erste Satz Par ma vie, par ma mort hat gemäß dem zweiteiligen Pauluszitat (Philipperbrief 1, 21: Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.) zwei Themen, die abwechselnd variiert werden: ein russisches Volkslied und ein gregorianischer Vespergesang. Der zweite Satz Je rends grâce à mon Dieu (Philipperbrief 1,3-5: Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke – welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet für euch alle und tue das Gebet mit Freuden - , für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis hierher und bin desselben in guter Zuversicht, dass, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi.) ist monothematisch und teilt sich in drei Strophen, die eine maronitische Melodie bearbeiten. Hakim zitiert darin Messiaens „Offrandes oubliées“. Der dritte Satz Christ avec le Saint-Esprit dans la gloire du Père (Epheserbrief 1,13.14: In ihm seid auch ihr, die ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, da ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsers Erbes zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.) verarbeitet mehrere Themen in Form eines Rondos mit Variationen. Das Hauptthema ist dem Mittelsatz aus Messiaens „Trois Petites Liturgies de la Présence Divine“ entlehnt. Desweiteren wird aus Messiaens Zyklus „Harawi“ zitiert.

Variations on two themes entstand 1991. Es variiert die beiden Choral-Themen "Donne secours" und "Old hundreth" jeweils abwechselnd in einem die Tonarten des Quintenzirkels durchschreitenden Modus bis es am Ende zu einer Überlagerung der Themen und einer Reprise des Anfangs kommt. Dieses Kompositionsprinzip hat Hakim im ersten Satz des "Tombeau" 1993 erneut angewandt.
Der Variationszyklus Amazing Grace verwendet als Thema den traditionellen
englischen Song "New Britain", dem ein christlicher Text des englischen
Dichters John Newton (1725 – 1807) zugrunde liegt. Dieser war zeit seines
Lebens als Sklavenhändler tätig, wurde aber gegen Ende seines Lebens
bekehrt, kämpfte gegen den Sklavenhandel und wirkte als Prediger für die
englische Kirche. In seinem Lied "Amazing Grace" (Erstaunliche Gnade) dankt er für die wundersame Bekehrung und beschreibt sie als Gnade Gottes.


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Ulrich Klemm wurde 1967 in St. Wendel (Saar) geboren. Nach ersten Auszeichnungen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ begann er 1987 seine Studien an der Musikhochschule Saarbrücken in Kirchenmusik und Schulmusik, Hauptfach Orgel bei Prof. A. Rothkopf und Prof. D. Roth (Paris).
Weitere Studien an der Universität des Saarlandes in Musikwissenschaft, Pädagogik und Theologie vervollständigten seine Ausbildung, die er mit dem A-Examen und der Konzertreife erfolgreich abschloss.
Er nahm an zahlreichen Meisterkursen im In- und Ausland teil, u. a. bei W. Seifen (Berlin), L. Lohmann (Stuttgart), Jos van der Kooy (Haarlem), P. Planyavsky (Wien), Naji Hakim (Paris) und zuletzt bei P. Pincemaille und P. Lefebvre (Paris).
Ulrich Klemm erhielt mehrere Auszeichnungen bei internationalen Orgelimprovisationswettbewerben in Speyer, Regensburg, Hamburg (Finalist 1996) und Schwäbisch Gmünd (1. Preis 1999). Im März 2003 war er Finalist beim internationalen Orgelimprovisationswettbewerb der EADS in Saarbrücken, ebenso 2007 in Korschenbroich. 2009 wurde ihm beim Concours International d’improvisation du festival „Orgues sans frontières » in Dudelange der PRIX DU PUBLIC zuerkannt.
Im Juni 2002 wurde Ulrich Klemm zum hauptamtlichen Kirchenmusiker an der Heilig-Geist-Kirche in Schorndorf und zum Dekanatskirchenmusiker für den Bezirk Schwäbisch Gmünd ernannt.
Er konzertiert in Deutschland und im europäischen Ausland.

Die Passacaglia über drei Themen von Xavier Darasse ist die im Mai 2008 anlässlich des 5. Internationalen Orgel-Kompositions-Wettbewerbes der Saarlouiser Orgeltage erstellte Niederschrift einer skizzierten Improvisation früheren Datums. Das elftönige, ausgedehnte Passacagliathema wird mit einem Tonvorrat und einem sehr kurzen „vif“-Thema kontrastiert und verbunden, bis sich der Verlauf „in motu retro-grado“ zurückentwickelt. Ein zehnstufiger Modus sorgt für ein-heitliche Harmonik.
Darasse, von dem die Themen geschaffen wurden, war Schüler von M. Duruflé und O. Messiaen. 1991 wurde er Direktor des Konservatoriums in Paris.
Sonntag 25. September 2011

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HIOB

Orgelzyklus in acht Sätzen
für Sprecherin und Orgel
von Petr Eben (1929 – 2007)


























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Klaus Rothaupt (Göppingen), Orgel
Dietlind Engelhardt (Esslingen), Sprecherin
Als Sohn eines jüdischen Vaters und einer deutschsprachigen Mutter hatte
Petr Eben unter der deutschen Besetzung ab 1938 mehr und mehr unter Einschränkungen zu leiden: Von der Schule verwiesen und des Radios beraubt, musizierte er mit seinem Vater (Violine) und seinem Bruder (Violoncello); im Jahr 1938 entdeckte er für sich auch die Orgel und erforschte experimentierend die Instrumente seines Heimatstädtchens eský Krumlov. Im letzten Kriegsjahr wurde er mit seinem Bruder in einem Nebenlager des KZ Buchenwald interniert.
1948 begann er ein Studium an der Prager Karls-Universität, an der von 1955 an selbst lehrte. Während ihm die Stalinisierung des Landes ab 1948 wachsende Schwierigkeiten einbrachte und seine akademische Karriere blockierte, fand er im Westen Förderer. Kompositionsaufträge und eine Gastdozentur in Manchester 1978/79 halfen ihm, sich zu behaupten. Mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes 1989 wurde der Weg frei für eine Professur an der Karls-Universität (seit 1995 ist er emeritiert) sowie für ehrenvolle Leitungsaufgaben wie die beim Festival Prager Frühling 1992. Im Jahre 2001 erhielt Eben den Preis der Europäischen Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd.

Eine Sonderstellung in seinem Schaffen nehmen die beiden Zyklen Faust (1979-80) und Hiob (1987) ein. Beides sind Werke mit großer philosophisch und geistlich gestimmten Konzeptionen.
Im Vorwort der Notenausgabe von Hiob äußert sich der Komponist zu den Motiven seiner Beschäftigung mit diesem alttestamentarischen Stoff: „Das Buch Hiob fesselte mich aus drei Gründen: einerseits wegen seiner sozialen und theologischen Revolution, die es damals bedeutete; denn bis dahin galt jeder Arme und Kranke, jeder Leidgeprüfte als der von Gott Verlassene und von Gott Gestrafte; andererseits war ich tief beeindruckt von der tiefen Dramatik dieses Buches, das ein für allemal den Schlüssel zum Überstehen einer Glaubensprobe gibt: Warum kann guten Menschen Böses widerfahren? Das Buch zeigt nicht nur die Gering-fügigkeit des persönlichen Leidens im Zusammenhang des Weltgeschehens, sondern vor allem Gott, der auf der Seite des Leidenden steht; der von Hiob nicht verlangt, das Leiden gutzuheißen, sondern nur es zu ertragen, und der sich als derjenige offenbart, der mit-leidet, mit-trägt und hilft, das Leiden zu überstehen.“

Eben teilte den kontrastreichen Stoff in 8 Sätze ein, deren Inhalt jeweils ein Zitat aus dem Buch „Hiob“ als Motto ausdrückt.

I. Satz - SCHICKSAL Und Satan sprach zum Herrn: Führe einmal einen Schlag und triff
Hiob und all sein Hab und Gut, und er wird Dir ins Gesicht fluchen.
Der Satz beginnt mit dem Schicksalmotiv Hiobs in einem rauen Zungenregister des Pedals und endet nach einem bewegteren Mittelteil mit demselben Motiv, das nun über die ganze Klangfläche der Orgel verteilt ist.
II. Satz - GESINNUNGSTREUE Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. Gepriesen sei der Name des Herrn.
Hiob stimmt in leiser Demut den Lobpreis an; er erklingt als Zitat des gregorianischen österlichen Exsultet im hohen Flötenregister. Das Zitat wird immer wieder von tösenden Schicksalsschlägen, die sein Haus und seine Familie befallen, unterbrochen. In das fortschreitende Geschehen ertönt von neuem in der Trompete das Hiob-Thema und den Satz beendet – wieder in stillem Beharren – das gregorianische Motiv des Gloria in Excelsis.

III. Satz - ANNAHME DES LEIDES Sollen wir allein das Gute von Gott annehmen,
dagegen nicht das Schlimme?
Selbst dann, wenn sich Satans furchtbare Anschläge gegen Hiobs eigene Person und Gesundheit richten, bleibt Hiob seinem Glauben treu. Nach einem Aufschrei der Orgel zu Beginn des Satzes wird Zuversicht durch das Zitat des Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ ausgedrückt, dessen Melodie den Großteil des ganzen Satzes einnimmt.

IV. Satz - SEHNSUCHT NACH DEM TODE
Warum bin ich nicht im Mutterschoß gestorben! Warum schenkt
man das Tageslicht dem Manne, vor dem sich Gott verborgen hält?
Das Leid, das in immer größerem Ausmaße auf Hiobs Schultern lastet, ist musikalisch in diesem Satze als eine einzige Passacaglia ausgedrückt, die sich zu einem Gipfel steigert, nach dem Hiob zerschmettert am Boden liegen bleibt.

V. Satz - VERZWEIFLUNG UND RESIGNATION Dann läge ich gar bald im Staube, und suchtest Du mich auf,
ich wäre nimmermehr.
Der Satz ist im Grunde zweiteilig; aus dem Tiefpunkt der Verlassenheit steigen Vorwürfe gegen Gott auf, die aber im zweiten Teil einem ergebenen Klagelied Platz machen.

VI. Satz - GEHEIMNIS DER SCHÖPFUNG
Darauf antwortete der Herr dem Hiob: Wer ist der, der mit
einsichtslosen Worten so dunkel findet meine Pläne?
Am Anfang des Satzes wechselt eine Akkordfolge im geheimnisvollen pp mit einer „Frage“ im Flötenregister ab. Dann spielt sich in einer mächtigen Steigerung das Bild des Schöpfungsgeschehens ab, das Gott Hiob vor Augen führt, doch der Satz endet wiederum mit der offenen Frage.
VII. Satz - BUSSE UND ERKENNTNIS
Ich habe gesprochen von Dingen, die ich nicht begreife.
Darum widerrufe und bereue ich, auf Staub und Asche.
Auch dieser Satz ist zweiteilig. Der erste Teil bringt ein Bußlied, das alle Zweifel noch einmal aufklingen lässt; erst der leise, langsame zweite Teil bringt die Einsicht Hiobs, charakterisiert durch das Zitat des gregorianischen Veni Creator Spiritus, in Zwiesprache mit innigen Flötenmotiven.

VIII. Satz - GOTTES LOHN
Der Herr erhob alsdann Hiobs Angesicht und gab Hiob
noch mehr Glück, als er zuvor besessen.
Dieses Finale des Zyklus sind Choralvariationen auf ein Lied der Böhmischen Brüder, Kristus, pYiklad pokory ( Christus, das Vorbild der Demut ), denn Christus ist ja die Personifizierung des unschuldig Leidenden bis zur letzten Konsequenz. (Petr Eben)





















Die Interpreten

KMD Klaus Rothaupt wurde 1954 in Stuttgart geboren. Von 1976 bis 1982 studierte er Schul- und Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Klavier bei Fernande Kaeser, Tonsatz und Komposition bei Karl-Michael Komma und Helmut Lachenmann). Von 1977 bis 1982 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Von 1978 bis 1980 studierte er zusätzlich Orgelliteratur bei Marie-Claire Alain in Paris und Cembalo bei Kenneth Gilbert. Von 1985 bis 1990 war er Pianist des Württembergischen Klaviertrios, von 1994 bis 2000 Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik Esslingen und Tübingen. Rundfunk- Schallplatten und CD-Aufnahmen mit Orgelwerken von J. S.Bach, Marcel Dupré, Franz Liszt, Olivier Messiaen, W. A. Mozart dokumentieren sein breites Repertoire. Von 1982 bis 1990 wirkte er als Kirchenmusiker in Backnang, seit 1994 ist er Bezirkskantor in Göppingen. Außerdem gehört er seit 1995 Mitglied zum Bach-Collegium der Internationalen Bachakademie Stuttgart und ist Dozent bei Bachakademien in Carcas, Krakau und Oregon. Konzerte führten ihn durch ganz Europa, die USA und Südamerika.


Dietlind Engelhardt stammt aus Heidelberg. Sie studierte in Freiburg und Thessaloniki (Griechenland) Sozialpädagogik. Sie lebt mit ihrer Familie in Esslingen und versieht neben ihrer Tätigkeit als Sozialpädagogin auch Organistendienste.










Der Eintritt zu den Konzerten und zum Vortrag ist frei,
d. h. es wird um Spenden nach eigenem Ermessen gebeten.
Die Interpreten begnügen sich mit einer schmalen Aufwandsentschädigung,
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